
Leitfaden für Flowtrail-Abenteuer in der Bike Republic Sölden
Leitfaden für Flowtrail-Abenteuer in der Bike Republic Sölden
Bis dato war 2017 ein ziemlich aufregendes Jahr für die Bike Republic Sölden. Ganze drei neue Lines wurden eröffnet und der weitläufige Bikepark sogar noch erweitert. Er bietet nun eine noch größere Dichte an großartigen Trails. Für alle, die noch nicht hier waren, wird ein Besuch in dieser Top Mountainbike Destination der Alpen spätestens ab jetzt ein absolutes Muss.
Die neuen Lines wurden als Flowtrails angelegt. Was soviel heißt, dass sie besonders großen spielerischen Fahrspaß garantieren. Anders als bei den naturbelassenen Singletrails setzen Flowtrails auf das Spiel mit der Schwerkraft und das typische Achterbahnfeeling dank extra gebauter Elemente wie Anliegerkurven, steile Böschungen, Geländer, Holzleitern oder verschiedene Sprünge.
Das allerbeste an der Bike Republic Sölden ist aber die Möglichkeit, sich ständig steigern zu können. Anfänger bleiben fürs Erste wohl besser mit beiden Rädern fest am Boden während Könner jede Mange Airtime genießen. Die verschiedenartigen Lines sind nahezu ideal um seine Biketechnik zu verfeinern und Neues auf relativ stabilem und vorhersehbarem Untergrund auszuprobieren. Egal in welchem Teil der Bike Republic man sich aufhält, jeder findet hier seine Lieblingsstrecke.


Besonders zwei der neuen Lines sind der Inbegriff des Flowtrail-Genusses. Die Harbe Line, die man am besten von der Bergstation der Giggijochbahn in Angriff nimmt, ist eine wirklich aufregende Route mit tollen Ausblicken inmitten der Alpinen Landschaft. Die Ohn Line, auf die man von der Gaislachkoglbahn Bergstation über die Eebme Line gelangt, verspricht hingegen lange, spielerische Abfahrten durch das Waldgebiet. Sie ist gespickt mit Fun Elementen wie welligen Rollstrecken, Anliegerkurven und Holztrassen.

Harbe Line
Im unteren Teil der Harbe Line kommt man auch fast ohne Bremsen oder Treten so richtig in Schwung. Steilkurven und flowige Rollstrecken wechseln einander ab. Aber Vorsicht – man muss auch hier vorausschauend fahren und immer die nächsten Meter im Auge behalten, damit das Bike rechtzeitig in die richtige Position gebracht werden kann.
Für die Harbe Line ist auch Schwindelfreiheit von Vorteil. Manche lieben es und andere wiederum bekommen leicht Angst. Wenn ein Biker eher neu in der Szene ist, dann sollte er besser auf der Innenseite des Trails bleiben. Fortgeschrittene können ihre Grenzen ausloten und ihr Adrenalinlevel am äußeren Trailrand ins Unermessliche pushen.

Ohn Line
Die Ohn Line mit ihren rhythmisch angelegten Wellen und Richtungswechseln verspricht einen Ride vom Feinsten. Zahlreiche aufgeschüttete Hügel verleihen der Strecke das gewisse Etwas, wobei man von oben nach ganz unten nie den Schwung verliert. Jeder Biker bewältigt die Line auf ganz unterschiedlicher Weise: manche rollen auf zwei Rädern, andere balancieren nur auf dem Hinterrad oder machen Sprünge und heben lieber mit beiden Rädern gleichzeitig ab. Spaß und Action sind in jedem Fall mit von der Partie.
Zusätzlich zu den gebauten Hügeln und Steilkurven bietet die Ohn Line auch eine Handvoll außergewöhnlicher Elemente aus Holz und einige Wallrides. Anfangs sehen sie vielleicht einschüchternd aus aber bei genauem Hinsehen gibt es keinen Grund zur Panik. Es ist nur äußerst wichtig, das Tempo rechtzeitig anzupassen und die Pedale parallel zu halten, wobei das stärkere Bein immer vorne sein sollte. Ist man dann erst einmal auf der Wall, sollte man den Körper im 45-Grad Winkel halten und einen leichten Bogen fahren indem man beide Räder fest gegen die Wand drückt. Man behält auch immer den ganzen Abschnitt bis zum Ende der Kurve im Auge bevor es wieder weitergeht.